Bildhauern in Stein Schlag für Schlag auf den Punkt kommen, im Loslassen das Ziel finden, raspeln, feilen, polieren ... beenden. Entschleunigen, inne halten, im Arbeiten mir selbst begegnen, mich an mein Inneres, meine Quelle anbinden. Plastizieren mit Ton aufbauen, verwandeln, lösen und binden, hüllen und weiten, tasten, spüren, empfinden, klären und ordnen, aufbrechen, durchbrechen, Innenraum bilden, Ruhe, Bewegung, Gleichgewicht, Grenzen setzen, Haut bilden ... Die oben genannten Prozesse und Qualitäten, die wir im Ton oder Stein physisch - materiell bearbeiten sind auch auf seelisch - soziale Situationen anwendbar und können dort heilend und ausgleichend wirken
Das Formenzeichnen kann ähnlich, wie die oben genannten Künste
In den kunsttherapeutischen Übungen, mit den unterschiedlichsten Materialien wie Ton, Stein, Holz, wirken die Kräfte des Werdens, des Schaffens, des Bewegens und Gestaltens. Ihnen gegenüber muss sich der Mensch aus eigenem freiem Entschluss öffnen und selbst tätig werden, um seine Zukunft ergreifen und gestalten zu können. Wenn er dies im Medium einer Kunsttherapie unternimmt kann er etwas zu seiner eigenen Gesundung, zu seinem eigenem Weg mit oder aus der Krankheit heraus beitragen. Er wird eine Bereicherung und Erweiterung seines seelisch-geistigen Erfahrungshorizonts und seines Selbst- und Welterlebnis verspüren. aus: Mensch - Kunst - Therapie, von Markus Treichler
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